Bewaffnung

 

Die russischen Musketen gehörten zu ihrer Zeit zu den schlechtesten in ganz Europa.

Es gab keine Vereinheitlichung der Kaliber-Typen.

Alleine im Jahr 1812 gab es 28 verschiedene Musketen-Modelle und 11 Varianten von Büchsen in der russischen Armee.

 

An ein Jägerregiment wurden wegen der Knappheit der Büchsen nur je 12 Stück ausgegeben. Zuerst wurde an die Unteroffiziere (in einem vollbesetzten Regiment gab es 12 Unteroffiziere !) ausgegeben. Blieben Büchsen übrig, erhielten diese die besten Schützen des Regiments.

 

 

Die Manufakturen in Tula und Sestrovetesk produzierten etwa 160.000 Waffen im Jahr. Sie waren jedoch von sehr schlechter Qualität.

Aus diesem Grund wurden ab 1812 etwa 60.000 gute englische Musketen vom Typ Brown Bess importiert und an die Truppen ausgegeben.

Mit dem Wissen um die schlechte Bewaffnung seiner Truppen gab Kutusow im Winter 1812 folgenden Befehl an seine Soldaten:

"Töte den ersten Mann mit dem Bajonett, den zweiten mit dem Kolben und den letzten mit dem Gewehr..."

Stichwaffen

Ab dem 25. November 1810 sollten Grenadiere und Jäger den gleichen Säbel (tesaki) tragen, welcher auch an den Rest der Armee-Infanterie ausgegeben wurde.

So wurden die Hirschfänger und Säbelbajonatte, welche vorher bei den Jägern Verwendung fanden, abgelöst.

Alle erhielten den normalen Grenadiersäbel, dessen Modell auf das späte 18. Jahrhundert zurückging.

Der Säbel hatte ein markantes, dreiteiliges, aus Messing gegossenes Gefäß. Die Lederscheide war 81 cm lang.

Am Säbel wurden Quasten getragen, die Auskunft über die Kompanie geben sollten.

Die Unteroffiziere erhielten ebenfalls Quasten in der Kompaniefarbe, aber statt des weißen Bandes ein Band mit Schwarz-Orange-Weißer Farbgebung.

Offiziere trugen in der Regel Degen, welche ebenfalls mit reich verzierten Quasten getragen wurden.

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